Projektwoche

Projektwoche zum Thema „Essbare Biosphärenstadt“ in Niederwürzbach

 

Vom 11. bis zum 14.März 2019 erfolgte unsere Projektwoche zum Thema „Essbare Biosphärenstadt“.

Die Schülerinnen und Schüler der einzelnen Klassen beschäftigten sich drei Tage lang mit verschiedenen Themengebieten.

Klasse 1 thematisierte die Entwicklung von der Raupe zum Schmetterling. Bereits vor der Projektwoche beobachteten die Kinder die Verwandlung von den kleinen Raupen zu den wunder- schönen Schmetterlingen und entließen sie in dieser Woche feierlich in die Freiheit. Sie erstelltem tolle Lapbooks und präsentierten am Ende der Woche das sehenswerte Theaterstück der kleinen Raupe Nimmersatt.

 

Die zweiten und dritten Klassen besuchten den Kirchheimerhof der Familie Schreiner in Breitfurt. Sie erstellten ansprechende Plakate, bastelten schöne Hühnerbücher und zauberten mit den Landfrauen köstliche Brotgesichter, leckeren Obstsalat und gesunde Quarkspeisen.

Die Schülerinnen und Schüler der vierten Klasse befassten sich mit dem Biber. Sie lernten viel, erstellten beeindruckende Plakate und sammelten am Würzbacher Weiher Äste, um am Ende der Woche einen Wettbewerb zum Staudammbauen zu veranstalten. Auch bei dem Vortrag von Herrn Dr. Wolf  erfuhren sie interessante Dinge über den Nager an der Blies.

 

Mit den Bienen beschäftigten sich die Vorschulkinder der Kita Niederwürzbach. Über verschiedene Spiel-, Bastel- und Informationsangebote lernten sie die fleißigen Nutztiere kennen und präsentierten mit Begeisterung ihre Ergebnisse.

 

Die Projektwoche fand am 14.März 2019 ihren Abschluss in einer rundum gelungenen Präsentation in den einzelnen Klassenräumen. Stolz konnten die Schülerinnen und Schüler ihre Familien durch die Schule führen, ihre Werke zeigen, aber auch die Arbeitsergebnisse der anderen Klassen bestaunen.

 

  Projektwoche zum Thema „Essbare Biosphärenstadt“ in Aßweiler

In Deutschland gibt es mittlerweile ein gutes Hundert Städte, die ihren Bewohnern Möglichkeiten zum Anbau von Lebensmitteln geben, die allgemein zugänglich sind und so dazu beitragen, die Lebensqualität und den Gemeinschaftssinn zu pflegen und zu fördern. In Großstädten und Ballungsräumen mag das besonders wichtig sein, aber auch in ländlichen Gegenden kann es nicht schaden, das Bewusstsein der Kinder zu schärfen, wo ihr „täglich Brot“ eigentlich herkommt, unter welchen Bedingungen und von wem es abseits industrieller Prozesse hergestellt wird.  Einmal mehr zeigte sich, wie wissbegierig Grundschüler sind, wenn ihnen Alltagsthemen auf lebendige und praxisnahe Weise nahegebracht werden.

Selten erlebt man als Lehrer so viele strahlende Gesichter, leuchtende Augen und kaum zu bändigenden Tatendrang, wie sie während der Projektwoche, die sich zum Ziel gesetzt hatte, mit den Schülerinnen und Schülern möglichst interessante außerschulische Lernorte und Menschen zu besuchen, die ihnen aus ihrer täglichen Praxisarbeit vermittelten, was die Natur alles für uns bereitstellt und wie viel Arbeit dahintersteckt, bis das bei uns ankommt, was wir tagtäglich an Nahrungs- und Genussmitteln zu uns nehmen können.

Unterstützt wurden wir Lehrer beim Vermitteln dieses Wissens von regionalen Erzeugern, aber auch von engagierten Eltern, die Gemüse- oder Obstanbau im eigenen Garten oder auf eigenen Wiesen betreiben.

 

So widmete sich die 1. Klasse unter Leitung von Herrn Höh beispielsweise allen Fragen rund um die Erdbeere, von der Kultivierung der Pflanzen bis hin zur Ernte, bei der die Erstklässler an einem wettertechnisch leider nicht gerade optimalen Tag – es regnete in Strömen – ihr Geschick beim Pflücken der süßen Früchtchen beweisen konnten. Trotz der Nässe konnte man den Kindern den Spaß ansehen, den ihnen der Ausflug ins Erdbeerfeld bereitete. Zumal niemand zählte, wie viele der Erdbeeren im Mund statt im Eimerchen landete.  

Ein weiterer Höhepunkt war dann der Besuch der Landfrau Walli Buchheit, die es sich nicht nehmen ließ, mit den Schülern leckeren Erdbeerquark herzustellen und diesen natürlich auch zu verkosten.

     Klasse 1.2 bei der Präsentation                                                                  

Die Zweitklässler mit ihrer Klassenlehrerin Frau Becker-Kuhn „beackerte“ gleich mehrere Themen. Beim Besuch einer örtlichen Bäckerei erfuhren sie, wie Biosphären-Brot – oder Brot generell – hergestellt wird, welche Zutaten und Arbeitsschritte nötig sind, bis es knusprig auf dem Teller landen kann.

Dem schloss sich der Besuch der Gärtnerei Zeller in Niederwürzbach an, wo nicht nur Blumen gezüchtet, sondern auch alle Arten von Küchenkräutern angebaut werden. Die Vielfalt dessen, was Gerichte verfeinern und ihnen die rechte Würze und besondere Aromen verleihen kann, beeindruckte die Schülerinnen und Schüler sichtlich.

Schließlich ging es auch noch zu dem Imker Herr Ehrhardt, wo sie u.a. dem Schleudern von Honig beiwohnen konnten und über die Erklärungen des Imkers, unterstützt von Schaukästen, vermittelt bekamen, was eine Biene im Laufe ihres Lebens dazu beiträgt, dass nicht nur feiner Honig gewonnen werden kann, sondern auch unzählige Bäume und andere Nutzpflanzen überhaupt erst  Früchte tragen können.     

   Klasse 2.2 bei der Bäckerei Fetzer

 

Die 3. Klasse von Frau Severin widmete sich diesem Thema ebenfalls und besuchte den Bienenzuchtverein im Bürgergarten Blieskastel, wo ihnen noch tiefere Einblick ins Leben der emsigen Bienen vermittelt wurden.

In den folgenden Tagen durften sie selbst Dinge mit und aus Bienenwachs herstellen, beispielsweise umweltfreundliche Abdeckhauben, Seife, Lippenbalsam und Kerzen. 

Darüber hinaus wurde der landwirtschaftliche Milchviehbetrieb der Familie Carius in Aßweiler besucht, wo sie erleben konnten, wie Kühe gemolken, die Milch gesammelt, aufbereitet und abtransportiert wird, um dorthin zu gelangen, wo sie für Märkte und Geschäfte trinkfertig abgefüllt oder zu Käse, Joghurt und anderen Milchprodukten weiterverarbeitet wird. Bei der Hofführung hatten die Schüler auch Gelegenheit, Milch zu probieren, wie sie frischer kaum sein kann.

 Mit Frau Buchheit stellten die Drittklässler zum krönenden Abschluss in der Schule Fruchtjoghurt und Kräuterquark her, mit denen sie „Gemüsegesichter“ gestalteten.

   Klasse 3.2 im Bürgergarten bei den Imkern

 

Bei der Klasse 4 mit ihrer Klassenlehrerin Frau Fries stand Stationenarbeit zum Thema Fledermaus auf dem Programm. Zu diesem Zweck wurden Plakate erstellt, eine Fledermauswanderung durchgeführt und Fledermäuse aus Pompons  hergestellt.

 

Drei spannende und erlebnisreiche Projekttagen gipfelten schließlich in einer großen Feier, zu der auch Eltern, Großeltern und andere interessierte Angehörige eingeladen waren. Nach der Begrüßung durch unsere Schulleiterin Frau Bubeck-Wolf erzählten Kinder aus jeder Klasse etwas über ihr Projekt und präsentierten die Ergebnisse. Zudem wurden unter der Leitung von Frau Betz zur Begeisterung aller themenbezogene Lieder gesungen. Die aus Erstklässlern bestehende Rhythmusgruppe überraschte die Zuschauer mit einer Darbietung zu einem schwungvollen Lied. Danach konnten sich die Anwesenden bei einem Gang durch die Klassenräume mit eigenen Augen ein Bild von den Aktivitäten der Kinder während der Projektwoche machen und sich anschließend an einem Büffet stärken, das der Förderverein mit Kuchenspenden engagierter  Eltern organisiert hatte.

 Am Ende durften alle mehr als zufrieden über das Erreichte sein.